Anschreiben

Schlusssatz im Anschreiben: Beispiele und Formulierungen, die überzeugen

Der letzte Eindruck zählt: Ein selbstbewusster Schlusssatz lädt zum Gespräch ein, statt die Bewerbung im Konjunktiv verpuffen zu lassen.

Viele Anschreiben beginnen stark und enden mit „Ich würde mich freuen, wenn …“. Der Konjunktiv wirkt unsicher und bleibt kaum im Gedächtnis.

Ein guter Schluss fasst Ihren Mehrwert kurz zusammen, formuliert den Wunsch nach einem Gespräch und nennt bei Bedarf Eintrittstermin oder Gehaltsvorstellung.

Was in den Schlussteil gehört

  • Klarer Gesprächswunsch in aktiver Formulierung
  • Optional: frühestmöglicher Eintrittstermin oder Kündigungsfrist
  • Nur wenn gefordert: Gehaltsvorstellung als Brutto-Jahresgehalt
  • Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ und Ihr Name

Vorher und nachher

Schwach

„Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.“

Konjunktiv, austauschbar, kein Bezug zur Stelle.

Stark

„Gern zeige ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch, wie ich Ihr Team mit meiner Erfahrung in SAP FI unterstützen kann.“

Aktiv, konkret und mit Bezug zur Anforderung.

12 Beispiele für den Schlusssatz

  • Ich freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch von mir zu überzeugen.
  • Gern erläutere ich Ihnen in einem Gespräch, wie ich Ihre Projekte voranbringen kann.
  • Auf ein Kennenlernen – gern auch per Videocall – freue ich mich.
  • Ich stehe Ihnen ab dem 1. März zur Verfügung und freue mich auf Ihre Rückmeldung.
  • Meine Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Monatsende.
  • Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 58.000 € brutto jährlich.
  • Gern überzeuge ich Sie in einem Probearbeitstag von meinen Fähigkeiten.
  • Ich freue mich darauf, mehr über Ihre Pläne für das Team zu erfahren.
  • Für Rückfragen bin ich jederzeit telefonisch oder per E-Mail erreichbar.
  • Gern bringe ich meine internationale Erfahrung in Ihr Unternehmen ein.
  • Ich freue mich darauf, Ihnen meine Ideen persönlich vorzustellen.
  • Nach meinem Umzug nach München im April stehe ich Ihnen vollständig zur Verfügung.

Kein „Hochachtungsvoll“

Die Standard-Grußformel in Deutschland ist „Mit freundlichen Grüßen“ ohne Komma danach. „Hochachtungsvoll“ wirkt veraltet, „Liebe Grüße“ zu privat.

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Typische Fehler im Schlussteil

  • Konjunktiv-Häufung: „würde“, „könnte“, „hätte“
  • Unterwürfige Formulierungen wie „Ich hoffe, Sie geben mir eine Chance“
  • Neue Argumente, die im Hauptteil fehlen
  • Gehaltsvorstellung nennen, obwohl nicht gefragt
  • Fehlende Unterschrift oder fehlender Name

Häufige Fragen

Ist der Konjunktiv im Schlusssatz verboten?

Nicht verboten, aber einmalig und sparsam. Aktive Formulierungen wirken selbstbewusster.

Muss der Eintrittstermin ins Anschreiben?

Nur wenn danach gefragt wird oder er relevant ist, etwa bei langer Kündigungsfrist oder Umzug.

Wie nenne ich die Gehaltsvorstellung?

Als Brutto-Jahresgehalt, als konkrete Zahl oder enge Spanne, direkt im Schlussteil.

Wie lang sollte der Schluss sein?

Zwei bis drei Sätze reichen.

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